Wir laden Sie ein zu einem Exkurs in künstlerische Erfahrungen des Menschseins. In ein Abenteuer das mehr (ent)hält als ein elektronisches Medium verspricht. Der Wunderblock öffnet das Werk des Künstlers Manfred Scharpf Schicht für Schicht. Eine wahre Heldenreise durch fünfzig Jahre der Selbstbehauptung in der Moderne.

Veröffentlicht am 07.03.2023

Juwel Europa - Ein Projekt für die Zukunft

Mythos
„Europe ging an Land und sofort brachen die Knospen der Pflanzen auf und der Kontinent erblühte...“

 

Im Zentrum Europas - Banska Bystrica und Kremnica, dabei in Persona Zeus als Ehrengast, 2000

   

Aufstellung des "Templum Europae" in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel, sowie im Parlament der Europäischen Union in Brüssel, 2007

   

Zwischen Kaiserinsignien das "Templum Europae" im Dom und Diözesanmuseum Bamberg, Ausstellung "Revelatio", 2017

Seit dem Jahr 2000 habe ich mein künstlerisches Werk aktiv in den Dienst der Europäischen Idee gestellt, zahlreiche Projekte mit der Überschrift „Die Rückkehr des Herzens“ fanden zwischen der Grenze der Europäischen Union im Osten und ihrer Hauptstadt Brüssel im Westen statt. Genau genommen bewegte ich mich aber schon immer mit meinen Themen und Arbeitsmethoden im Kanon europäischen Geistes, einem kulturellen Strom der tiefer greift als administrative und ökonomische Mittel. Dennoch – auch die Kunst weiß um den Wert der Ratio und Berechnung, so lange die ursprüngliche Idee zum Wohl der Welt nicht von diesen überlagert wird. In der Kunst sind Gestaltungstechniken unter Einhaltung der Naturgesetze nötig um dem Werk Lebensdauer zu verleihen. Sie sind messbar und analysierbar doch sagen sie nichts über die eigentliche Botschaft aus, die sich im wirklichen Kunstwerk manchmal über lange Zeiträume erstreckt. Eine solche Nachhaltigkeit wünschen wir uns auch für das politische Werk - „ein Werk im Dienste des Geistes“ wie es Leonardo forderte. 

Ich setze voraus, dass Sie vom gleichen Interesse an der kulturellen Einmaligkeit Europas, seiner zugrundeliegenden geistigen Idee beseelt – und wie ich von der Dringlichkeit überzeugt sind, Sie wieder ins Bewusstsein zu rufen. 

Unser anfängliches Engagement mit dem Projekt „CONJUNCTIO EUROPAE“ im Jahr 2000 fand noch in einem Umfeld allgemein optimistischer Stimmung statt. Heute erfordert die Konstruktion Europas neue Initiativen, sozusagen eine „Renaissance“ der kreativen Kräfte. Das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen ist aber nicht erfolgversprechend. Es heißt viel mehr, eine intelligente Rezeptur zu finden, in der das große Positive der Vergangenheit mit den großen Errungenschaften unserer Zeit zusammenwirkt.  
Wie wir wissen, brachte die Kunst die größten Meisterwerke vor allem in Zeiten der Krisen hervor. Werke, aus dem geübten Rundumblick der Künstler entstanden, vermitteln uns ein Bild über den Menschen, über seine Herkunft, über seine Fähigkeiten und Schwächen in der Bewältigung der Existenz. 

Aus meiner Erinnerung wurden meine gemalten „Sturmwarnungen“ damals vor rund zwanzig Jahren eher negativ und als obsolet empfunden, denn es schien ja alles auf einem guten Weg. Heute berichten die „Schiffsmeldungen“ von schwerem Seegang. Wie so oft in der Geschichte werden Warnungen, besonders aus der Kunst als einem Seismographen der Gesellschaft nicht ernst genommen, werden erst gehört, wenn dunkle Wolken aufziehen, der Sturm bereits begonnen hat und das Schiff am sinken ist. Aber auch Fluten, Erdbeben und Eruptionen haben ihren Sinn wenn wir die Wahrheit erkennen die von ihnen freigelegt wird, wie es beispielsweise der Maler Otto Dix in seinem Werk und seiner Person eindrucksvoll schilderte. 

Resümee
Mit Blick auf die Gegenwart ist es meine Intention, unser  europäisches Engagement wieder erneut mit aller Kraft aufzunehmen und fortzusetzen. 

Dafür suchen wir Freunde die über Präsentations- und Realisierungsmöglichkeiten verfügen – Podien für Veranstaltungen, bei denen das eigentliche Wesen Europas mit Herzblut hoffnungsvoll zum Ausdruck kommen soll. Es wäre schön, wenn wir Sie für diese Idee gewinnen könnten. 
Bereits jetzt ist ein Ort avisiert, der eng mit der Person des ersten Europäers, Karls des Großen verbunden ist – die Pfalz von Paderborn. Ein Neubeginn, resultierend aus meiner Ausstellung im Januar 2023 im Dommuseum von Paderborn mit dem Motto „der Garten der Unendlichkeit“. Für mich die schönste Metapher über unser Europa zu dessen Bewahrung wir aufrufen. 

Templum Europae open air