Wir laden Sie ein zu einem Exkurs in künstlerische Erfahrungen des Menschseins. In ein Abenteuer das mehr (ent)hält als ein elektronisches Medium verspricht. Der Wunderblock öffnet das Werk des Künstlers Manfred Scharpf Schicht für Schicht. Eine wahre Heldenreise durch fünfzig Jahre der Selbstbehauptung in der Moderne.

Veröffentlicht am 27.03.2025

Sibylla

St.Sophia Zborov,
Slowakei 27.4. – 1.6.2025
 
Der Zyklus der Sibyllen ist wohl der tiefgreifendste des Malers M.Scharpf, nach den großen Bilderzyklen  „Conjunctio Europae“, Brüssel, dem Zyklus „Heroes and Champions“, New York und zuletzt „Mona Lisa Alley“ in Paris.

Der Maler thematisiert mit Bildern die Fragen und Befindlichkeit des modernen Menschen.
Weshalb solcher Aufwand, fragen wir uns. Es ist die spirituelle Dimension einer Malerei im Dienste des Geistes, wie es schon Leonardo forderte. In seinen Werken geht es um die Spannung zwischen Animus und Anima, männlich – weiblich, Verstand und Intuition.
Welcher Ort wäre geeigneter den Bilderreigen der Sibylla, den Seherinnen und weisen Frauen zu präsentieren, als die Kirche der heiligen Sophia von Zborov, dem schönsten Ausstellungsraum den der Maler kennt.
 
Die Idee zu den Sibyllen aber entstand weit entfernt, in Tivoli, unmittelbar am Tempel der Sibylla Tiburtina im Sommer vergangenen Jahres. Die Personifizierungen der Sibyllen in des Malers Arbeiten hingegen stammen beinahe alle aus der Slowakei, wo sich nach Ansicht des Malers die landschaftliche Schönheit in den Gesichtern der Frauen spiegelt. Von Beginn der Arbeiten an plante er die Erstpräsentation – und dies mit Herzblut, in der Sophienkirche von Zborov. Schon im Oktober vergangenen Jahres sah man dort die „Ikonen der Inspiration“.
 
Das Potential sibyllinischer Vorausschau ist in jedem Menschen angelegt. Wenn er versteht die Welt gleichzeitig mit Verstand und Intuition zu betrachten und zu interpretieren, gelingt es ihm die Zukunft zu meistern. Des Malers Meisterschaft und seines Werkes, die gefühlte Intuition mit dem Verstand in den Einklang zu bringen geleitet nicht nur ihn durch ein erfülltes künstlerisches Leben, sondern ist auch imstande unsere Blickwinkel weit zu öffnen und sehend zu machen.
 
In diese Ausstellung integriert ist auch die slowakische Künstlerin Lenka Rodanicova mit eigenem und in Kooperation mit M.Scharpf entstandenem Werk.